Mâra Zâlîte: Das Gericht  |  Kurzinhalt


Ein Gutshaus in Livland gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Deutschbaltische Gutsherren halten Gericht über ihre lettischen Leibeigenen: eine Kindsmörderin, einen Brudermörder, einen Trinker und eine ,Hexe’. Als Verteidiger fungiert der deutsche Bürgerliche Garlieb Merkel: Passagen, Figuren und Motive aus dessen 1797 erschienenen Buch „Die Letten, vorzüglich in Livland, am Ende des philosophischen Jahrhunderts“, eine flammende Parteinahme für das geknechtete Volk, bilden die Grundlage für das Stück.

Parallel zu dem „Hohen“ findet ein zweites Gericht statt: im Keller des Gutshauses, wo eine weitere Gruppe von Letten eingesperrt ist, die sich zu lauten Singens schuldig gemacht hat. Doch hier gilt nicht das Römische Recht, sondern die mythisch-heidnische Sichtweise der lettischen Überlieferung. Die Grenze zwischen Anklägern und Angeklagten verschwimmt.


Besetzung

7 D (3 Hauptrollen, 2 mittlere, 2 Nebenrollen)
12 H (5 Hauptrollen, 4 mittlere, 3 Nebenrollen, 2 Doppelbesetzungen möglich)

Die Aufführungsrechte liegen beim Kaiserverlag (Wien).


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